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Was ist Schröpfen :

Schröpfen gehört zu den gebräuchlichen Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In den westlichen Ländern zählt Schröpfen zu den klassischen Naturheilverfahren und wird zusammen mit anderen Therapien wie  Blutegel oder Aderlass unter dem Begriff "ausleitende Verfahren" zusammengefasst. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten des Schröpfens: trockenes Schröpfen, blutiges Schröpfen und die Schröpfkopfmassage.

Wirkung:

Das Schröpfen ist u.a. eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexionen zu Nutze macht: Verschiedene Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen reflexartig verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs reflexartig Schmerzen oder Veränderungen (Ueberempfindlichkeit, Eindellungen, Quellungen ) in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegwebe auslösen. Diese Verbindung nutzt man bei den Reiz- oder Reflextherapien in umgekehrter Richtung: Uebt man mechanisch oder mit Wärme oder Medikamenten einen Reiz auf ein bestimmtes Hautgebiet aus, so beeinflusst man auf diese Weise auch das mit diesem Hautbereich verbundene erkrankte Organ.

Anwendung:

Beim Schröpfen setzt man einen Hohlkörper auf bestimmte Hautgebiete und erzeugt darin ein Unterdruck. Dadurch wird das darunter liegende Gewebe in den Hohlraum eingezogen. Durch die Sogwirkung kommt es zu einem Austritt von Blut und Lymphflüssigkeit in das Gewebe, das unter der Haut liegt. Dies fördert nicht nur die lokale Durchblutung, sondern auch die Durchblutung der inneren Organe, die mit den behandelten Hautsegmenten reflektorisch verbunden sind. Darüber hinaus regt Schröpfen den Stoffwechsel an, beseitigt Muskelverspannungen und Gelosen und aktiviert das Immunsystem. Beim blutigen Schröpfen werden zusätzlich Blut und darin enthaltene Schadstoffe nach aussen abgeleitet.